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Do´s and Dont´s – beim Verfassen einer Bewerbung

Mit überzeugenden Bewerbungsunterlagen flattern schnell auch die ersten Einladungen zum Vorstellungsgespräch ins Haus. Häufig steigt damit auch die Angst, dieses zu versemmeln. Oft entscheiden Kleinigkeiten über die Zusage oder Absage. Wir haben hier ein paar Do´s und Dont´s vorbereitet die dir Helfen sollen dich richtig zu Verhalten und die richtige Antwort auf Fragen die auf dich zukommen zu geben.

Die Berufsberatung Bonn und Rhein-Sieg hilft dir dabei, dich auf das Vorstellungsgespräch vorzubereiten. Melde dich gleich an und vereinbare einen Termin mit uns.
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Do´s

  • Korrekte Rechtschreibung: Je begehrter deine zukünftige Stelle ist, desto mehr solltest du auf eine korrekte Rechtschreibung und Satzstellung achten. Lasse deshalb deine Bewerbungen immer von einer objektiven Person Korrektur lesen!
  • Anschreiben und Stellenausschreibung aufeinander abstimmen: Achte darauf, dass du vor der Verfassung der Anzeige genau recherchierst, welche Stärken für diese Stelle gefragt sind und mit welchen Thematiken sich das Unternehmen auseinandersetzt. So kannst du in deinem Anschreiben direkt Bezug nehmen.
  • Gutes Bild: Wähle im Vorhinein ein passendes Bild aus. Hierbei solltest du gepflegt auftreten und einen sympathischen Eindruck machen. Achte hierbei auch auf neutrale Farben.
  • Hilfe: Schaue dir gerne vorher im Internet sinnvolle Muster Vorlagen eines Anschreibens oder eines Lebenslaufes an, oftmals findest du dort sehr hilfreiche Beispiele.
  • Vorbereitung: Bereite dich auf besonders typische Fragen vor! Gerne wird immer gefragt, welche Hobbys man hat – diese solltest du dir vorher gut überlegen.

Dont´s

  • Zu lang: Beachte, dass das Anschreiben auf keinen Fall länger als eine Seite sein sollte. Derjenige der sich die Bewerbung durchliest und entscheidet wer eingeladen wird, hat wenig Lust einen ewig langen Text zu lesen.
  • Dateinamen: Versuche keine unnötigen Dateinamen für den Lebenslauf oder das Nachreihen zu verwenden wie „Lebnslaufx14“. Dies löst sofort einen negativen Eindruck aus.
  • Selbstdarstellung: Spreche nicht nur über dich in deinem Anschreiben sondern gehe auch auf den Job und das Interessen an dem Unternehmen ein.

Feuerwehrausbildung in Deutschland

Die Feuerwehren in Deutschland – Ausbildungswege und Möglichkeiten

In Deutschland gibt es etwa 100 Berufsfeuerwehren, nahezu 24 000 Freiwillige Feuerwehren und mehrere Hundert Werksfeuerwehren (genau genommen ungefähr 900). Dazu gibt es noch Flughafenfeuerwehren und 300 Betriebsfeuerwehren. Die Bundeswehr unterhält einen zusätzlichen feuerwehrtechnischen Dienst.
Ehrenamtlich beschäftigt waren 2018 knapp 1.338.000 Personen (fast jeder 60. Bürger!) und 2020 ist die Zahl auf 1,1 Mio. Engagierte gesunken. Unter den ehrenamtlich Engagierten gibt es über 260 000 Jugendliche in etwa 18 000 Jugendfeuerwehrgruppen, darunter mehr als 60 000 Mädchen. Im Vergleich dazu gibt es bei der Berufsfeuerwehr 39.068 Beschäftigte. Davon hat jeder im Jahr etwa 80 Einsätze. Dagegen haben Ehrenamtliche etwa einen Einsatz pro Jahr.


Bei der Berufs-) Feuerwehr gibt es drei Laufbahnen: Den mittleren, den gehobenen und den
höheren technischen (Feuerwehr-) Dienst. Dazu gibt es länderrechtliche Unterschiede.

Der mittlere (nicht-) technische Dienst


Der mittlere (nicht-) technische Dienst (Besoldungsverordnung und Einstufung A7 bis A9) beginnt mit dem Brandmeister. Für die jeweiligen Dienstgrade sind Lehrgänge nötig (B1 ,B2 im m.t.D.). Die Ausbildung erfolgt länderspezifisch zwischen 12 bis 24 Monate. Sie besteht aus einem feuerwehrtechnischen und einem rettungsdienstlichen Teil.

B1: Feuerwehrgrundausbildung B2: Laufbahnausbildung. Möglich: Aufstieg zum Oberbrandmeister und Hauptbrandmeister (evtl. noch mit besonderen Aufgaben oder Zulagen versehene Dienstgrade). I.d.R. haben die Bewerber eine (geeignete) technische Erstausbildung.

Der gehobene Dienst


Der gehobene Dienst (erfolgreicher Lehrgang B3) ist in den Besoldungsgruppen A 9 bis A 13
eingestuft. Es beginnt mit dem Anwärter.
Das sind die Amtsbezeichnungen Brandinspektor, Brandoberinspektor, Brandamtmann,
Brandamtsrat und Brandoberamtsrat.
B3: Gruppenführerlehrgang der Feuerwehren.

Der höhere technische (Feuerwehr-) Dienst


Der höhere technische (Feuerwehr-) Dienst geht von A13 bis A16 (und auf Landesebene im Bereich der
Katastrophenbeauftragten von B bis C).
Brandinspektor, Brandrat, Oberbrandrat/Brandoberrat, Branddirektor, leitender
Branddirektor. Der Einstieg erfolgt über das Feuerwehrreferendariat, d.h. als Referendar.
Aufstiege und Laufbahnen etc. legen die Länder fest!


Wichtige Links zur Feuerwehrausbildung

Was muss man grundsätzlich zu dem Berufsthema Feuerwehr wissen? Eine gute Darstellung (Artikel) gibt es im Feuerwehrmagazin

Wichtige Institutionen, Informationen und Hinweise bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe:

Eine weitere gute Darstellung findet sich auf der Seite „Die deutsche Jugendfeuerwehr„:

Material für Gruppen/Ausbildung etc. in der NACHWUCHSFÖRDERUNG


Die Bundeswehr :

Die Bundeswehr hat eine eigene feuerwehrtechnische Ausbildung (Studium)

Bundeswehr : Der Studiengang ist jetzt ein Dualer Studiengang – Sicherheitstechnik!

Zum höheren feuerwehrtechnischen Dienst


Wissenswertes zum Thema Feuerwehr

Blaulicht Magazin

Das Feuerwehren- Linkverzeichnis wird auf Blaulicht geleitet


Landesregelungen

Nordrhein-WestphalenLaufbahnverordnung und Beschreibung:

Ausbildung bei der größten Feuerwehrschule Deutschlands:

Rheinland-PfalzAusbildung, Lehrgänge und Stellenbörse etc.


Näheres zu den Zahlen unter:

Weitere Beiträge

Projekt: Talent meets Business

Die Arbeitswelt ganz anders kennenlernen

Das Projekt „Talent meets Business“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9, die einen mittleren Schulabschluss anstreben.

Im Projekt lernen junge Menschen und Unternehmen voneinander. Die Jugendlichen erfahren, welche Stärken sie haben und wie sie diese für ihre Berufswahl gewinnbringend einsetzen und ausbauen können. Sie tauchen „hautnah“ in Berufsbilder, Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten ein, erhalten Einblicke in international operierende Unternehmen und lernen die Vielfalt der Berufsprofile kennen. Im direkten Kontakt erfahren die Jugendlichen, worauf potenzielle Arbeitgeber Wert legen und wie sie sich erfolgreich bewerben. Die Teilnahme an „Talent meets Business“ ist kostenfrei!


So läuft das Projekt ab

„Talent meets Business“ besteht aus mehreren Bausteinen. Zunächst werden die Teilnehmenden zu drei aufeinanderfolgenden Online-Workshops eingeladen. Dabei stehen die folgenden Kernfragen im Fokus:

  • Was macht „Talent“ und „Business“ aus?
  • Wie lerne ich meine eigenen Stärken besser kennen und diese anzuwenden?
  • Wie kann ich mir einen ersten Überblick über Fragen der Berufsorientierung verschaffen?

Während des gesamten Projekts gibt es immer wieder Möglichkeiten zum Austausch zwischen den Teilnehmenden, Auszubildenden und Personalverantwortlichen, bei denen beide Seiten voneinander lernen. Die Jugendlichen bringen dabei gezielt ihre jeweiligen Fähigkeiten ein. Ziel ist es vor allem, dass sie erleben, dass und wie sie ihre Stärken im Berufsalltag einsetzen können.

Im ebenfalls digital durchgeführten Abschlussworkshop treffen die Jugendlichen auf Unternehmensvertreter. Hier steht der Austausch beider Seiten im Fokus: Was wussten die Jugendlichen nicht über die Arbeitswelt? Was wusste das Unternehmen bisher nicht über sie?

Die Termine

Los geht’s mit den drei Online-Workshops, die jeweils dienstags von 16:00 bis etwa 18:30 Uhr stattfinden.

  • 20. April 2021
  • 27. April 2021
  • 04. Mai 2021

Für den 11. Mai ist ein großer Abschluss-Workshop geplant, bei dem alle Mitwirkenden digital zusammenkommen.


Anmeldung

Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich ganz einfach selbst per E-Mail an vorbilderakademie@bildung-und-begabung.de für „Talent meets Business“ anmelden.

Weitere Informationen unter: https://www.schuelerakademien.de/erwachsene/talent-meets-business

Halbjahresbilanz am Ausbildungsmarkt in Bonn/Rhein-Sieg 2020/2021

Agentur für Arbeit Bonn Logo

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Bonn
Nr. 11 / 2021 – 31. März 2021


Gemeinsame Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Bonn, der IHK Bonn/Rhein-Sieg, der Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg und der Handwerkskammer zu Köln.

„Auch in der Pandemie die Chancen des Ausbildungsmarktes entdecken“Halbjahresbilanz am Ausbildungsmarkt in Bonn/Rhein-Sieg 2020/2021

Die Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg, die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg (IHK), die Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg und die Handwerkskammer zu Köln präsentierten in ihrer gemeinsamen Pressekonferenz am Mittwoch, den 31. März 2021, die Halbjahresbilanz am Ausbildungsmarkt des Berufsberatungsjahres 2020/21 für die Region.

Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg, sagt: „Damit sich das aktuelle Ausbildungsjahr nicht zum Corona-Jahr entwickelt, steht an dieser Stelle die ganzjährliche Ausbildungsvermittlung im Fokus. Wir richten daher eine ganz klare Botschaft an Bewerber: Komm zu uns, lass Dich professionell beraten und treffe dann Deine Entscheidung. Der Markt bietet Chancen und wir helfen Dir dabei diese zu entdecken!“


Akquise von Ausbildungsstellen

Die Agentur für Arbeit konnte seit Beginn des Berichtsjahr 3.593 Ausbildungsstellen akquirieren. Das sind -468 oder -11,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl gemeldeter Bewerber sank ebenfalls zum Vorjahr um -360 (-9,1 Prozent) auf insgesamt 3.600. Der erneute Rückgang der Bewerber für eine duale Ausbildung liegt im Agenturbezirk unter anderem an dem pandemiebedingten Ausfall von Beratungsterminen an Schulen und Berufsorientierungsmessen.

Seit Beginn des Berichtsjahres sind der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein Sieg die meisten Stellen zu den folgenden Berufsausbildungen gemeldet worden: Kaufmann/-frau im Einzelhandel (290), Kaufmann/-frau Büromanagement (229), Verkäufer/in (175), Medizinische/r Fachangestellter/r (169), Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (151), Elektrotechniker/in Energie-/Gebäudetechnik (106), Handelsfachwirt/in (96), Dipl. Finanzwirt/in (90), Verwaltungsfachangestellte/r – Bundesverwaltung (77) und Fachkraft – Lagerlogistik (73).

Durch die Corona-Pandemie wird der Berufseinstieg vieler junger Menschen erschwert. Für viele Betriebe ist die Berufsausbildung ein wichtiges Instrument, um ihren Bedarf an Fachkräften zu decken. Ziel ist es nun, negative Auswirkungen am Ausbildungsmarkt so weit wie möglich und damit einhergehend einen weiteren Fachkräftemangel zu verhindern. Betriebe sollten gerade jetzt ausbilden, dadurch morgen Fachkräfte im Betrieb sichern und gleichzeitig soziale Verantwortung übernehmen. Noch nie waren die Chancen und die (finanzielle) Unterstützung so groß wie jetzt.

Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Berufsbildung und Fachkräftesicherung der IHK Bonn/Rhein-Sieg ergänzt hierzu : „Bei der IHK sind zum 31. März 2021 535 neue Ausbildungsverhältnisse eingetragen. Das sind 13 Prozent weniger als letztes Jahr. Während im Dienstleistungsbereich die Zahlen stark zurückgingen (minus 16 Prozent), steht der Industriebereich mit nur drei Verträgen weniger in der Pandemie-Zeit sogar da wie ein Fels in der Brandung. Leider ist im Moment nicht ab-zusehen, dass Handel, Gastronomie, Tourismus oder die Veranstaltungs-branche wieder direkt durchstarten können – dies liegt nicht an dem mangelnden Angebot an Ausbildungsplätzen, sondern an der fehlenden Wert-schätzung dieser Branchen in der Pandemie. Bei Beendigung des Lock-downs sind aber im Handel, im Reiseverkehr und in den Restaurants die größten Bedarfe, Fachkräfte zu beschäftigen, jetzt schon erkennbar.“

Nicht alle Branchen gehen geschwächt aus der Krise heraus. Trotz der Covid-19-Pandemie sind im Handwerk viele Lehrstellen zu besetzen und die Zahl steigt noch einmal deutlich nach Ende des Lockdowns. „In der Corona-Krise hat sich wieder gezeigt: Das Handwerk bietet krisensichere Arbeitsplätze,“ sagt Oliver Krämer, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg.

Dr. Markus Th. Eickhoff, Leiter der Bonner Geschäftsstelle der Handwerkskammer zu Köln, ergänzt, „dass bei den Handwerksbetrieben in der Region der Kopf nicht in den Sand gesteckt wird, sondern seit Beginn der Pandemie nur nach vorn geschaut wird: Trotz Corona sind im Handwerk viele Lehrstellen zu besetzen“, so Eickhoff und fügt hinzu: „Die Anzahl der Betriebe, die Ausbildungsplätze anbieten, wird nach Ende des Lockdowns noch einmal deutlich steigen.“

Aktuell haben wir kammerweit mehr als 670 offene Ausbildungsstellen im Handwerk, in der Region Bonn Rhein/Sieg sind es gut 120. Die meisten davon als Elektroniker/-in (18 Plätze), Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk (17) sowie Dachdecker/-in und Metallbauer/-in (jeweils 8). Selbst in besonders beliebten Berufen wie Kraftfahrzeugmechatroniker/-in (7) und Kaufleute für Büromanagement (6) sind noch Lehrstellen zu haben.

Weiterhin informieren die Kooperationspartner zu den Herausforderungen, die den Ausbildungsmarkt der Region prägen. Viele strukturelle Veränderungen hat die Pandemie verstärkt. Die Einschränkungen verunsicherten sowohl Bewerberinnen und Bewerber als auch Unternehmen, die das Ende ihrer wirtschaftlichen Krise nicht absehen können. Auch wird die Neigung der jungen Menschen verstärkt einen höheren Schulabschluss anzustreben oder direkt in ein Studium einzusteigen. Der höchste Anteil an Schulabgängern besitzt eine Hochschulzugangsberechtigung. Hinzu kommt, dass die Region Bonn/Rhein-Sieg ein starker Studienstandort ist. Nach Einschätzung der Agentur für Arbeit werden ca. 9500 Schüler die allgemeinbildenden Schulen im Jahr 2021 verlassen. Damit steigt die Anzahl der Schulabsolventen wieder leicht an. Der Anteil der Studienberechtigten liegt bei 52,3 %. Dies ist nach wie vor der höchste Wert in Nordrhein-Westfalen (44,5%). Andererseits geht die Zahl der dual ausgebildeten Fachkräfte seit Jahren zurück.

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt war auch schon vor der Pandemie angespannt und durch Passungsprobleme gekennzeichnet. Sowohl das Angebot an Ausbildungsplätzen als auch die Nachfrage nach Lehrstellen waren leicht rückläufig. Hinzu kommt, dass ein Teil der Ausbildungsverträge vorzeitig, d.h. vor Abschluss der Ausbildung, meist unternehmerseitig gelöst oder von den Auszubildenden nicht angetreten wird. Das lässt die Sorgen auf einen künftigen Fachkräftemangel steigen.

Stefan Krause zieht aufgrund der Statistiken insgesamt eine kritische Zwischenbilanz. „Wir haben ein fast ausgeglichenes Verhältnis von Bewerbern und Ausbildungsstellen. Jedoch ist durch die pandemiebedingten Matchingprobleme, also der persönliche Abgleich zwischen den Interessenten und den Betrieben, keine Stellenbesetzung garantiert. Seit Jahren stellen wir einen bislang eher moderaten Rückgang sowohl der Bewerber als auch der Ausbildungsstellen fest. Diese Entwicklung hat sich pandemiebedingt weiter verschärft. In der jetzigen Ausgangslage starten wir mit einem ausgewogenen Ergebnis in das erste Ausbildungsquartal 2021.“


Offene Ausbildungsstellen und unversorgte Bewerber

Die Bilanz seit Beginn des Berichtsjahres zeigt, dass auf 2.294 unversorgte Bewerber 2.340 offene Stellen kommen. Das bedeutet eine Relation von 1 unversorgten Bewerber zu 1,02 unbesetzten Stellen. Zum Vorjahr fiel die Anzahl der unversorgten Bewerber um -9,2 Prozent und die Anzahl der unbesetzten Ausbildungsstellen um -17,7 Prozent.

Jürgen Hindenberg: „Daraus leitet sich ab, dass nicht unerhebliche Wachstumspotenziale in diesem Ausbildungsjahr möglich sind. Auch wenn wir im Zuständigkeitsbereich der IHK von einem Rückgang von 8 Prozent ausgehen, erscheint es absehbar, dass bei dem ausgeglichenen Verhältnis von Ausbildungsangebot und -nachfrage bei der Agentur für Arbeit zumindest rein rechnerisch jedem Ausbildungssuchenden auch in diesem Jahr ein Angebot auf Ausbildung oder Beschäftigung gemacht werden kann.“

„Das gemeinsame Ziel ist weiterhin, jedem motivierten Jugendlichen, der bei der Berufsberatung gemeldet ist, einen Berufseinstieg zu ermöglichen. Im Kampf gegen den Fachkräftemangel ist Ausbildung das beste Mittel.“ Darin stimmten die Kooperationspartner am Ausbildungsmarkt erneut überein.

„Gerade in Krisenzeiten ist die Ausbildung von Fachkräften wichtig. Wir sollten dabei nicht vergessen, dass noch die Hälfte des Ausbildungsjahres vor uns liegt. Der Ausbildungsmarkt bietet noch vielfältige Chancen für Berufseinsteiger,“ sagt Oliver Krämer. Hierzu ergänzt Ralf Steinhauer, Leiter der Berufsberatung der Agentur für Arbeit: „Mit der verbleibenden Zeit bestehen noch viele Möglichkeiten die Situation am Ausbildungsmarkt positiv zu beeinflussen. Dabei ist es gerade jetzt wichtig gut orientiert und beraten zu sein. Dies gilt sowohl für angehende Auszubildende als auch für die Ausbilder*innen. Die Agentur für Arbeit sichert den Ausbildungserfolg durch unterstützende Förderung ab. Schon am 1.04.2021 geht mit der AsAFlex ein neues Förderinstrument an den Start. Es verbindet Ausbildungsvorbereitung und ausbildungsbegleitende Hilfen. Also: Kontakt mit der Agentur aufnehmen; gut informieren, sicher entscheiden und gut in die Ausbildung starten!“


Ausblick 2021

Für eine positive Entwicklung am Ausbildungsmarkt „begrüßen wir die Initiative der Bundesregierung zur Verdoppelung der Ausbildungsprämie. Hierzu müssen jedoch auf Bundesebene zeitnah Entscheidungen getroffen werden. Die Unternehmen könnten nämlich in Voraussicht auf kommende Dinge eher Ausbildungsplätze nicht besetzen, weil sie auf eine Prämie hoffen und dadurch unnötige Verzögerungen schaffen. Darüber hinaus fordert die IHK die Bundesregierung auf, bei den bestehenden Vermittlungsprogrammen wie z.B. Passgenaue Besetzung für das laufende Kalenderjahr die Vorgaben der De-minimis-Bescheinigung aufzuheben, so dass eine Vermittlung flächendeckend über alle Betriebe möglich ist,“ sagt Jürgen Hindenberg.

Aufgrund des Distanzunterrichtes fehlt es an niederschwelligen und/oder persönlichen Angeboten zur Kontaktaufnahme mit den Schülerinnen und Schülern bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz. Für den Übergang, bis wieder eine persönliche Beratung möglich ist, wird daher weiterhin auf digitale Angebote gesetzt. Beispielsweise im Handwerk kann auch die Azubi-App genutzt werden. Hier heißt es dann „Das Handwerk wartet auf Dich: Mach Dein Talent zu Deiner Berufung“, so Oliver Krämer.

Auch die Handwerksammer zu Köln bietet gezielt digitale Angebote um die Traumlehrstelle zu finden. „Unsere Karrierewerkstatt ist über alle Kanäle erreichbar – einzelfallbezogen im persönlichen Gespräch, ansonsten über Telefon, per E-Mail, via Videochat und sogar mittels WhatsApp“, sagt Dr. Markus Th. Eickhoff, Leiter der Geschäftsstelle Bonn der Handwerkskammer zu Köln. Zwischen dem 19.4. und dem 19.5.2021 treffen sich zudem Betriebe und Bewerber in der HWK-Matchboxx für ein digitales Azubi-Speeddating. Oliver Krämer ergänzt hierzu „Eine Ausbildung im Handwerk ist cool: Hier wird Inspiration gefunden, Innovation gelebt und Wissen geteilt.“

Ein besonderer Fokus wird im weiteren Verlauf des Jahres aber nicht nur auf neu entstehende- sondern auch bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse gelegt, um diese abzusichern und zu begleiten.

Für Fragen und Anliegen rund um die Berufswahl steht die Berufsberatung weiterhin auf unserer Homepage der Berufsberatung unter: https://berufsberatung-bonn.de/ oder auch telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen können ihre Ausbildungsstellen telefonisch unter 0800 / 4-5555-20 melden.


Weitere Beiträge

Welche Fragen stellt man auf einer Messe?


Vor einem Studium gibt es verschiedene Dinge, die geklärt werden müssen. Im Gespräch mit den Studienberater*innen der Hochschulen oder der Berufsberatung für Studieninteressierte ist es wichtig, die richtigen Fragen zu stellen.

Die Berufsberatung für Studieninteressierte hat Ihnen eine Sammlung an Fragen zusammengestellt,
die Sie bei Ihrem Messebesuch stellen können.

Sie können sich die Fragen auch als PDF herunterladen oder vor der Teilnahme an einem Chat ausdrucken,
damit Sie darauf zurückgreifen können.

Fragen zum Studium:

  • Wie lange dauert das Studium?
  • Wie ist das Studium aufgebaut?
  • Welche Studienschwerpunkte, Vertiefungsmöglichkeiten, Wahlfächer bietet die Hochschule an?
  • Welchen Abschluss erreiche ich und wie erfolgt die evtl. Prüfung?
  • Welche und wie viele Leistungsnachweise müssen wann erbracht werden?
  • Gibt es alternative oder ähnliche Studiengänge?
  • Welche Kosten entstehen für das Studium, wie finanziere ich mein Studium, welche Möglichkeiten bietet die Hochschule selbst?
  • Kann ich das Studium auch in dualer Form machen? Und welche Besonderheiten muss ich dann berücksichtigen z.B. zum Thema Bewerbung.

Berufsbezogene Fragen:

  • Welche beruflichen Tätigkeiten sind nach dem Abschluss des Studiums denkbar?
  • Sind Trends für die Zeit nach dem Studium erkennbar?

Fragen zum Studienzugang:

  • Welcher Schulabschluss wird vorausgesetzt?
  • Gibt es besondere Aufnahmekriterien z.B. Aufnahmeprüfungen, Tests, nachzuweisende Sprachkenntnisse?
  • Muss ich vor dem Studium oder während des Studiums ein Praktikum absolvieren?
  • Gibt es eine Zulassungsbeschränkung? Wie sieht die aus? Wer hat in der Vergangenheit einen Studienplatz bekommen (numerus clausus)?
  • Bis wann muss ich mich bewerben?
  • Wie läuft das Bewerbungsverfahren ab, kann ich mich direkt bei der Hochschule bewerben oder muss ich mich auch an die Stiftung für Hochschulzulassung wenden?
  • Was beinhaltet die Bewerbung (Onlineportal, Unterlagen)?
  • Wie oft kann ich mich an der Hochschule und auch an anderen Hochschulen bewerben und wann bekomme ich eine Zu- oder Absage?
  • Wann beginnt das Studium?
  • Gibt es studienvorbereitende Veranstaltungen?
  • Wie läuft das Studium jetzt in der Corona-Zeit?